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die des weges
![]() "Die des Weges" war zur Zeit der Apostel eine Bezeichnung für die an Jesus Christus Glaubenden Apostelgeschichte 9,2; 19,9.23; 22,4; 24,14.22
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Die Frohe Botschaft den Querschnittsgelähmten Zwei Rollstuhlfahrer auf der Missionsreise Das sieht man nicht oft: Ein Rollstuhlfahrer dreht mit einer Hand am Rad seines Rollstuhls und mit der anderen ... (gibt es so was?) - schiebt er vor sich einen anderen Rollstuhlfahrer. Wer sind diese Beiden? Igor Mit Querschnittslähmungen landete Igor im Rollstuhl. Statt des "neuen Karmas" folgten Jahre schwersten Leidens, der Depressionen und der Suche nach dem Lebenssinn. Irina Auch Irina kannte Gott noch nicht, als sie infolge eines Autounfalls mit 21 Jahren querschnittsgelähmt wurde. Nach erlebten Enttäuschungen, neuen Werteinschätzungen und einer Begegnung mit Christen, haben sich Irina und ihre Mutter bekehrt. Später konnte Irina Igor helfen, die rettende Gnade Jesus zu finden. Igor und Irina lehnen das bemitleidenswerte Dahinvegetieren in ihrer starken Raum- und Bewegungsbegrenzung kategorisch ab. Sie haben ihr Leben Gott zur Verfügung gestellt und wissen sich von Ihm in den Dienst genommen. Mit unserer Hilfe hat Igor das christliche Tonstudio eingerichtet. Die Invalidenrente der Beiden ist winzig klein. Deshalb suchten und fanden sie andere geringe Verdienstmöglichkeiten. Außerdem bearbeiten sie die Post des Fernbibelkurses mit 120 Teilnehmern, unter denen sogar einige Häftlinge sind, die zur lebenslangen Haft verurteilt sind. Nach mehreren Jahren gemeinsamer missionarischer Arbeit beschlossen Igor und Irina, zusammen durch das Leben zu gehen bzw. zu fahren. In unserer Ausgabe 4/2003 haben wir über ihre eigenartige Hochzeit in Rollstühlen in Jakutsk am 22. Juni 2003 berichtet. Für viele Trostlose und Verzweifelte sind sie ein Wegweiser zu Jesus geworden. In der Reha-Klinik Für Querschnittsgelähmte gibt es auf der Halbinsel Krim in der südukrainischen Stadt Saki die größte Reha-Klinik der ehemaligen Sowjetunion. Saki ist die einzige Stadt in den GUS-Ländern, die rollstuhlgerecht ist. Deshalb fühlen sich die Querschnittsgelähmten dort wohler als woanders. 24.000 Querschnittgelähmte wurden in der Reha-Klinik in Saki in sechs warmen Monaten des Jahres 2003 kurzfristig behandelt. Die missionarischen Möglichkeiten in Saki faszinierten Igor und Irina. Im Sommer 2004 machten sie sich gemeinsam auf den Weg dorthin. Ihre Verpflegungskosten übernahm der Staat nicht, weil sie als Russen in der Ukraine Ausländer sind. Nur der Flug bis zur südrussischen Stadt Krasnodar und zurück war für sie kostenlos. Von Krasnodar waren es bis Saki noch 500 km. Die in Krasnodar wohnenden Eltern von Igor haben für die mutigen Rollstuhl-Missionare einen alten Minibus mit Hand- anstatt Fußbedienung besorgt. Allein machten sie sich auf den weiteren Weg. Gott hat sie auf wunderbare Weise vor Pannen, Unfällen und anderen Widerwärtigkeiten bewahrt. In einem Fall wurde ihr Bus von einem großen Brett getroffen, das von einem vor ihnen fahrenden LKW heruntergefallen war. Nur wenige Zentimeter unter der Windschutzscheibe entstand an der Vorderseite des Busses eine große Beule. Einsteigen/Aussteigen - anders als gewöhnt "Im Auto fühlen wir uns nicht mehr behindert", sagen Igor und Irina. Tatsächlich, der alte Pkw bedeutet für sie mehr als nur Beine. Unabhängigkeit - bleibt für sie das erste Prinzip. Übrigens führt Igor fas jede notwendige Reparatur am Auto bei voller Bewegungslosigkeit seines Unterkörpers selbständig durch. Die Sorge um Irina überlässt Igor keinem. Das einfache Einsteigen in ein Auto geschieht bei ihnen ganz anders als bei gesunden Menschen: Sitzend auf seinem Rollstuhl schiebt Igor den Rollstuhl mit Irina an die Beifahrerseite des Autos, sichert den Rollstuhl mit der Sandbremse ab und fährt um den Wagen an seine Seite. Mit der Kraft seiner Hände zieht er sich auf den Fahrersitz, bückt sich über die Beifahrerseite und hebt seine bewegungslose Irina auf den Sitz. Er muss dabei sehr vorsichtig sein, um sie nicht zu verletzen. Irina kann nämlich keinen Schmerz spüren. Danach "steigt" Igor wieder aus, fährt noch einmal um das Auto herum, klappt den Rollstuhl von Irina zusammen und lädt ihn in den Wagen. Dann erst fährt er endgültig zur Fahrerseite, setzt sich auf seinen Sitz, bück sich heraus, klappt seinen Rollstuhl zusammen und schiebt ihn hinter seinen Sitz. Beim Aussteigen wiederholt sich alles in der umgekehrten Reihenfolge. Unser Korrespondent, Viktor S., der einige Tage mit ihnen zusammen verbrachte, berichtete: "Ich traf die Missionare wie vereinbart auf dem Markt. Es war Mittagszeit. Wir nahmen an einem der draußen stehenden Tische Platz. Igor redete mit mir. Gleichzeitig aß er und versorgte seine Irina mit Essen und Trinken. In den Tagen unseres Zusammenseins konnte ich mehrmals beobachten, mit wie viel Liebe und Freude er sie trägt, ihre Hände und Füße zurechtlegt, oder sie mit einem Löffel füttert und viele andere Kleinigkeiten für sie erledigt." Wo sind die "vier Freunde"? Weder die ärztliche Behandlung, noch der Aufenthalt in der Reha-Klinik wäre für Igor und Irina als Ausländer zu bezahlen. So übernachteten sie in ihrem Bus. Für das Essen sorgten Christen der Ortsgemeinde. Igor hatte bald gute Kontakte mit vielen Querschnittsgelähmten. Am ersten Sonntag packte er in seinen Bus fünf Rollstuhlfahrer und brachte sie zum Gottesdienst. Zwei von ihnen hörten das Evangelium zum ersten Mal. - Die meisten der Querschnittsgelähmten leben oftmals viele Jahre isoliert. Igor ist überzeugt, dass viele von ihnen zu Jesus finden würden, wenn sie die "vier Freunde" hätten, über die das Markusevangelium (2,3) berichtet. Einige Schicksale Alexej ist nach Saki auch aus Jakutien gekommen. Durch das Zeugnis von Igor ist er schon früher Christ geworden. Er kam schon vor Igor nach Saki und hatte hier gute Vorbereitungsarbeit zur Evangelisation geleistet. Sergej (24) verletzte seine Wirbelsäule, als er während der Dacharbeit abstürzte. Eines Tages bat er seine Mutter, ihm die Bibel zu geben, die nach seinem Unfall der Familie geschenkt wurde. Er öffnete sie zum ersten Mal und fand darin 50 Grivnas (ca. 10 Euro), die die Gläubigen ihm für Medikamente geschenkt hatten. Ermutigt zum Lesen, fand Sergej bald zum wahren Glauben. Wladimir (31) war 17 Jahre alt, als er im betrunkenen Zustand knapp dem Tod durch einen Autounfall entkam. Ein Christ fragte danach: "Wo kämest du hin, solltest du sterben?" Wladimir ging zum Gottesdienst und bekehrte sich. Leider wurde er rückfällig, kam für verschiedene Verbrechen ins Gefängnis und stumpfte dadurch immer mehr ab. Nach zwei gescheiterten Ehen und weiteren Verbrechen erinnert er sich an das Bibelwort über die siebenfache Verschlimmerung des Herzens, wenn der böse Geist zurückkehrt. Er flehte zu Gott: "Herr, erbarme Dich meiner! Ich kann mich selbst nicht ändern!" Zwei Tage danach stieß er beim Tauchen mit seinem Kopf hart gegen einen Stein. Völlig gelähmt und hilflos flehte er unter Wasser: "Herr, schenke mir die letzte Chance". Jemand rettete ihn. Als Wladimir auf der Intensivstation zur Besinnung kam, war er froh: Der Herr hatte sein Gebet erhört. Zwar hat Wladimir manchmal große Schmerzen, aber er verliert nicht den Mut. Die Tür zu seinem Zimmer ist immer offen. Er spricht viel und gerne über Jesus, ist humorvoll und optimistisch. Seine ehemaligen Freunde bedauern es sehr, dass er nicht mehr gehen kann. Doch Wladimir freut sich, dass er ihre sündigen Wege nicht mehr mitgehen kann. Viele von seinen ehemaligen Kumpel sind auf tragische Weise gestorben. "Jetzt sorgen für mich meine Mutter, meine Schwester und mein Herr" sagt Wladimir. Vor kurzem hat er das Essen neu gelernt, wenn der Löffel an seine Hand festgebunden wird. Mit großer Überzeugung singt er: "Wo wäre ich, wenn Gottessohn nicht wäre". Maria (30) war 15 Jahre alt, als ihr ganzer Körper plötzlich von entsetzlichen Schmerzen befallen wurde. Nach einer halben Stunde war sie total gelähmt. Die Ärzte vermuteten eine Virus-Infektion, die ihre Wirbelsäule zerstört. Damals hat Maria zum ersten Mal zu dem unbekannten Gott gefleht, dass Er ihr wenigsten die Hände lässt. Gott hat diese Bitte erfüllt. Später hat Maria sich bekehrt und ist in ihrer Ortsgemeinde tätig. Hätte ich Flügel Igor und Irina erfüllten den Wunsch einiger Querschnittsgelähmten und fuhren mit ihnen zum Schwarzen Meer. Sie hörten nicht auf, die schöne Natur zu bewundern. Unser Korrespondent, Viktor S., war dabei und konnte den Rollstuhlfahrern oft zur Hilfe sein. Die Menschen am Strand schauten auf die Gruppe der Querschnittsgelähmten mit Neugier und Mitleid. Mit tiefer Sehnsucht beobachteten die in ihrer Bewegung eingeschränkten jungen Leute die Sportler, die hoch über dem Meer frei mit Drachenfliegern schwebten. Igor - selbst im Rollstuhl - konnte sie trösten, dass der Herr für Seine Kinder eine noch viel bessere Zukunft bereitet hat. Der Abschied und die Zukunftsperspektive Am letzten Abend versammelten sich 14 querschnittsgelähmte junge Leute in einem Zimmer. Zum Trinken gab es süßen Tee, doch die allgemeine Stimmung war traurig. In der kurzen Zeit waren sie sich einander näher gekommen. Sie halfen einander und verstanden sich gegenseitig. Sie ähnelten sich mit ihren Problemen und Schicksalen. Allen war die Tiefe des körperlichen und seelischen Schmerzes bekannt. Nur die wenigsten von ihnen wussten vom Erlöser, bzw. kannten Ihn. Zögernd fingen einige an, im Neuen Testament zu blättern. Igor erzählte aus seinem Leben und sang von Jesus - einem Freund der Müden und Beladenen, einem wirklichen Tröster der Traurigen und Hoffnungslosen. Liebe Missionsfreunde, wir planen im Jahr 2005 in Saki einen evangelistischen Einsatz unter den Querschnittsgelähmten und bitten Euch dafür zu beten. Mit
freundlicher Genehmigung entnommen dem Heft 6/2004 der Missions
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