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Die
Auferstehung
als Tatsache
Matthäus 28,1-17
Ein Vortrag von W.T. Turpin
Inhalt
Die Auferstehung als Tatsache
Ganz entgegen der Naturwisssenschaft
Die Auferstehung als Grundlage des Christentums
Die Welt als Feind der Auferstehung
Die Manifestation der göttlichen Kraft
Er isg auferstanden - als göttlicher Sohn
Ein einzigartiger Morgen
Das Werk ist vollbracht
Fürchtet euch nicht
Er war gekreuzigt und ist nun auferstanden
Hast du noch Zweifel?
Die Auferstehung als Tatsache
Es liegt mir auf dem Herzen, die große
Wahrheit der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus in seinen
verschiedenen Aspekten zu betrachten. Wir können sie von
verschiedenen Seiten anschauen und sie redet auf unterschiedliche Weise
zu uns. Ich möchte heute nicht weitergehen, als nur eure
Aufmerksamkeit auf die Tatsache der Auferstehung selbst zu lenken, auf
die einfache, bloße Tatsache selbst. Das nächste
Mal, wenn der Herr es erlaubt, werde ich über die
Früchte der Auferstehung sprechen. Aber heute möchte
ich mich auf die Tatsache selbst beschränken.
Nehmen wir die Auferstehung ganz allgemein,
nämlich, dass die Auferstehung des Christus in herausragender
Weise die göttliche Offenbarung der Auferstehung selbst ist.
Schon allein bei diesem Gedanken müssen wir erkennen, dass es
für unsere Herzen und Zungen fast unmöglich ist, die
ganze Wichtigkeit dieser Tatsache aufzunehmen und
auszudrücken. Es gibt keinen Gegenstand in der Schrift, der
bedeutender wäre als die Auferstehung und es gibt keine
Tatsache, die die Welt als solche mehr von Herzen gehasst hat als die
Auferstehung. Sie wird im Allgemeinen von der Welt abgelehnt. Ich rede
jetzt natürlich von der Welt in ihrem weitesten und
allgemeinsten Sinn. Ihr werdet euch erinnern, dass selbst bei den
Korinthern, die obwohl sie nicht von der Welt waren, doch schon
angesteckt waren von weltlichen Prinzipien, Gewohnheiten und
Lüsten. Schon bei ihnen hatte es der Feind geschafft, dass sie
leugneten, dass es überhaupt eine Auferstehung der Toten gab.
So musste der Apostel das ganze großartige Kapitel 15 im
ersten Korintherbrief dafür benutzen, um eine Demonstration
der großen Tatsache der Auferstehung zu geben. Er legt
Gewicht auf die Auferstehung der Heiligen von der Tatsache der
Auferstehung Christi her. Christi Auferstehung hat nicht nur das
große Prinzip aufgerichtet, sondern hat auch die Grundlage
gelegt und ist eine Sicherung für die Wahrheit der
Auferstehung all derer, die des Christus sind. Da uns seine
Auferstehung gegeben ist, sind wir unserer eigenen Auferstehung
versichert. Leugne die Auferstehung, dann ist Christus nicht
auferstanden und wenn Christus nicht auferstanden ist, dann gibt es
nichts.
Ganz entgegen der Naturwissenschaft
Nun, es wird gut sein, dass wir uns das einen
Moment lang ansehen. Warum ist es so, dass die Wissenschaft, die so
genannte Philosophie und die Pädagogik in den verschiedenen
Zeitaltern der Welt so skeptisch dieser großen Wahrheit
gegenüber standen? Sie ist in Frage gestellt worden.
Wissenschaftler und gebildete Leute dieser Welt, sind ganz
grundsätzlich und allgemein davor zurückgeschreckt
– Warum? - Der Grund ist, dass die Auferstehung nicht durch
irgendein natürliches Gesetz berechnet werden kann. Ich kann
sogar weitergehen und sagen, dass es direkt außerhalb und
über jegliches Naturgesetz geht. Es gibt kein Naturgesetz,
dass irgendwie für die Auferstehung herangezogen werden kann.
Es ist die göttliche souveräne Macht Gottes in seinem
eigenen Eingreifen nach seinem eigenen Willen. Aber pass auf, es ist
mehr als das, es ist das Eingreifen der souveränen Macht
Gottes in die Domäne, die die Frucht der Sünde des
Menschen und des Ruins des Menschen vor Gott ist. Der Mensch hat
gesündigt und der Tot hat regiert. Das ist die einfache
Geschichte des Menschen. Und hierbei ging es nicht um den Charakter der
Sünde. Deswegen sagt der Apostel: „Aber der Tod
herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche
nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der
Übertretung Adams“, d.h., obwohl es solche gab, die
nicht gesündigt hatten, indem sie irgendeine spezielle
Vorschrift übertreten hatten, so hatten sie doch prinzipiell
gesündigt. Es ist nicht eine Frage von dem Charakter oder der
Art und Weise in welcher sie gesündigt haben, sie hatten
gesündigt und deswegen war der Tod da. Der Tod kam hinein als
das gerechte Gericht Gottes, als Konsequenz auf die Sünde des
Menschen. Und so ist die Auferstehung die Frucht der Kraft Gottes,
indem für die Sünde Sühnung getan wurde. Es
wird bezeugt, in der Kraft des Herrn Jesus, in Christus selbst, als er
in dieser Welt war, denn er hat seine Kraft als der, der lebendig macht
aus den Toten, gezeigt. Hin und wieder zeigte er diese Kraft. Aber Er
selbst als Mensch ging an den Platz und erlaubte, dass der Tod und das
Gericht, welches uns hätte treffen müssen, wegen dem
was und wo wir waren, aus Gnade über Ihn kommen sollte. Und
als Er in diese dunkelste Kammer ging stellte sich heraus, dass die
Kraft Gottes dazwischen trat. Sie trat dazwischen, um diesen Menschen,
der Gott vollkommen verherrlicht hatte und der sich dem Tod, als dem
notwendigen Gericht Gottes über die Sünde und
besonders über die Sünde des Menschen auslieferte,
herauszunehmen aus dem Tod und dem Grab. Ja, Christus wurde
aus den Toten auferweckt durch die Herrlichkeit des Vaters in
wunderbarer Gerechtigkeit. Und er ist nun gesetzt zur Rechten der
Majestät in den himmlischen Örtern, weit
über alle Fürstentümer und Macht und jede
Herrschaft und jeden Namen der genannt wird, nicht allein in diesem
Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen.
Die Auferstehung als Grundlage des
Christentums
Nun, darin liegt kein Naturgesetz, es ist
göttliche Macht, ja es ist die Macht Gottes. Wer konnte aus
den Toten lebendig machen außer Gott? Und das ist es, warum
die Welt die Auferstehung hasst und warum die Wissenschaftler sie
hassen und warum die Philosophen sie verachten. Es liegt eben nicht
innerhalb des Bereiches der Naturgesetzte. Und die Welt als solche und
die Menschen dieser Welt kennen nichts und wollen nicht akzeptieren,
was über das Naturgesetz hinaus geht. Die Naturgesetzte binden
ihren Verstand. Das ist es, warum sie die Auferstehung nicht wollen.
Sie ist von Gott, es ist die mächtige Kraft Gottes. Der Glaube
akzeptiert es, beugt sich darunter, freut sich darüber und
preist Gott dafür. Die Auferstehung ist gerade verbunden mit
den Dingen, die Gott als solchen kennzeichnen. „Der die Toten
lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da
wäre“ (Römer 4, 17). Und der einfachste
Gläubige freut sich an der Souveränität
Gottes und an der Macht Gottes, die weit über all das
hinausgeht, was der Mensch in seinem armen und schwachen
Verständnis versucht innerhalb seines Bereiches zu bringen.
Nun gibt es auch einen anderen Grund, warum die Tatsache der
Auferstehung von der Welt verachtet wird. Die Auferstehung war das
große öffentliche Zeugnis von der Wahrheit des
Christentums, welches gegründet ist auf den Tod des Herrn
Jesus Christus. Es sollte eine völlig neue Sache in den Wegen
Gottes in dieser Welt sein. Man kann das Christentum nicht mit dem
Judentum verbinden, obwohl der Versuch in der Welt gemacht worden ist.
Das Christentum ist ein völlig neues System Gottes. Es wurde
eingeführt, als das alte System für eine Zeit
beiseite gesetzt war. Das jüdische System war Gottes System
bis zum Kreuz. Und was mit diesem System in Verbindung stand wird ohne
Zweifel auch in Zukunft wieder seinen Platz finden in einer neuen Weise
in Verbindung mit den irdischen Umständen des irdischen Volkes
Gottes – mit Israel. Aber das Christentum war völlig
unterschieden, von all dem, was je zuvor war. Das ewige Leben wurde
vollkommen in der Person selbst hier dargestellt. Wenn wir den Herrn in
dieser Welt anschauen, den Sohn Gottes, der herabkam, um Mensch zu
sein, dann schauen wir das ewige Leben in seiner eigenen Person an.
Lesen wir was 1.Johannes sagt: „Was von Anfang
war“. Was für ein Anfang? Von dem Moment seiner
Offenbarung auf der Erde in der Zeit als Mensch war er das ewige Leben,
und wenn wir von dem Christentum sprechen, dann können wir das
Christentum nicht trennen von dem ewigen Leben, dem Vater und dem Sohn.
All dies ist miteinander verbunden und sie sind in einer ganz
besonderen Weise mit dem Christentum als solches verbunden. Dort habe
ich den Sohn hier als Menschen, hernieder gekommen und geoffenbart auf
dieser Erde, ich habe des Vaters Stimme, wie sie Ihn
begrüßt und den Heiligen Geist, wie er auf ihn
herabsteigt, auf ihn, der hier als Mensch auf der Erde war.
Ich finde den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist. Ich bekomme das
ewige Leben dargestellt in Christus’ eigener Person, das
ewige Leben, das vor Grundlegung der Welt verheißen war,
geoffenbart in seiner eigenen Person hier in der Zeit. Aber bemerke
dies, nicht eine einzige Person hätte einen Platz haben
können in diesem Christentum bevor Er in den Tod ging und am
dritten Tag auferstand aus den Toten. Unser Platz darin, unser Teil in
Verbindung damit, unser Anspruch darauf wartete auf seinen Tod und die
Auferstehung. Er erwartete das Kreuz als das, was Gottes heilige
Eigenschaften und gerechte Ansprüche aufrechterhielt und
bestätigte. Und Er erwartete die Auferstehung, um einen neuen
Platz einzunehmen, um als Mensch an einen neuen Platz gesetzt zu werden
und um als der Auferstandene nun Beziehungen mit anderen aufzunehmen,
die auch an diesen Platz seines Sieges und Triumphes gebracht werden
sollten. All dies ist verbunden mit dem Christentum.
Die Welt als Feind der Auferstehung
Die Auferstehung war die große
Bestätigung des Sieges der Erlösung und des Kreuzes
des Herrn und gleichzeitig das große Mittel für die
Verbreitung der wunderbaren neuen Ordnung der Dinge, die Gott
einführen wollte. Hast du gemerkt, dass wir gerade in diesem
Kapitel (Mt. 28) und auch am Ende des vorhergehenden Kapitels die ganze
Bosheit und den Hass der Nationen vereint sehen, Seiner Auferstehung
entgegen zu arbeiten? Sieh, wie gut sie wussten und wie gut der Teufel
wusste, was das bedeutete. Siehe am Ende von Matthäus 28, wenn
du noch den geringsten Zweifel hast. Ja, wir erinnern uns –
die Jünger mögen das vergessen haben, aber die
Pharisäer nicht, ihr Gedächtnis war
schneller, als das der Jünger – ja, wir erinnern
uns, dass dieser Verführer sagte, während er noch
lebte, nach drei Tagen werde ich auferstehen, „So befiehl
nun, dass das Grab gesichert werde bis zum dritten Tage, damit nicht
etwa seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volke sagen: Er
ist von den Toten auferstanden; und die letzte Verführung wird
ärger sein als die erste.“ Merkst du, was die
Auferstehung für die Feinde der Wahrheit bedeutete? Es war
mehr, so sieht es aus, für die Feinde der Wahrheit als
für die, die wirklich die Wahrheit liebten. Es war von
größerer Bedeutung und von
größerer Wichtigkeit in den Augen derer, die die
Wahrheit hassten und sich ihr widersetzten als derer, die die Wahrheit
liebten. Und so war es dann auch später. Denn sobald die
Auferstehung positiv bestätigt und bekannt gemacht ist, sehen
wir in Mt. 28 wo im Angesicht eines leeren Grabes und eines
vollständigen Sieges und Triumphes, der unbestreitbar war, so
dass überhaupt kein Zweifel mehr bestand – ja als es
so klar und deutlich war, dass er auferstanden und aus den Toten
auferweckt war, dass sie trotz diesem allem ratschlagen, was sie machen
könnten. Denk an den Wert, den sie der Auferstehung beilegten,
denk an das, was die Auferstehung für sie bedeutete, wie sie
das hochspielen, um sie auf jeden Fall zu verhindern. Sie tun das
gerade aus dem Grund, weil die Auferstehung in aller erster Linie die
Entfaltung Gottes souveräner Macht, das Eingreifen Gottes in
Kraft außerhalb jedes bekannten Naturgesetzes war und weil
die Auferstehung die Triebkraft war für die Ausbreitung der
völlig neuen Ordnung der Dinge, die eingeführt werden
sollte in Verbindung mit der Auferstehung des Herrn Jesus
Christus.
Die Manifestation der
göttlichen
Kraft
Es gibt noch einen Punkt, auf den ich eingehen
möchte, bevor ich zu diesem Kapitel komme. Der Apostel sagt in
Römer 1: „Paulus, Knecht {O. Sklave; so auch
später} Jesu Christi, berufener Apostel, abgesondert zum
Evangelium Gottes (welches er durch seine Propheten in heiligen
Schriften zuvor verheißen hat), über seinen Sohn,
(der aus dem Samen Davids gekommen {Eig. geworden} ist dem Fleische
nach,...“. Dort ist er verbunden mit den
Verheißung, das ist eine Seite, aber betrachte auch die
andere Seite: „...und als Sohn Gottes in Kraft erwiesen {W.
bestimmt} dem Geiste der Heiligkeit nach durch Totenauferstehung) Jesum
Christum, unseren Herrn...“.
Nun schau einen Moment auf diese beiden Punkte,
weil sie außergewöhnlich gesegnet sind für
den Aufbau unseres Glaubens. Hier kommt die Verheißung in
Verbindung mit seiner Person und die Verheißung bringt euch
zurück zu dem, was vorausging. Aber jetzt habt ihr mehr als
die Verheißung: die Kraft selbst. Die Verheißung
war in Verdingung mit dem, was Gott zu David gesprochen hat und dem
Hause Davids. Aber ihr habt die Kraft, die Kraft Gottes in der
Auferstehung des Herrn Jesus Christus. Dadurch wird nun folgende
Tatsache bewiesen und dies ist auch hier der wesentliche Aspekt,
nämlich, dass seine Auferstehung aus Toten durch die Kraft
Gottes ein öffentliches Zeugnis dieser Kraft war, durch welche
er in fleckenloser Reinheit in dieser Welt gegangen ist. Eine
Offenbarung dessen, dass er der Sohn Gottes in Kraft war. Das wird ganz
deutlich sichtbar. Die Auferstehung war die große
Erklärung durch Gott in Bezug auf die Herrlichkeit der Person,
die in Sich die Entfaltung von wahrem Christentum war. Denn wenn du
keinen Christus hast, der alle Herrlichkeit bekommen hat, all die
Vollkommenheiten, all die Größe seiner Person, die
die Schrift Ihm gibt, dann hast du kein System, was würdig ist
des christlichen Namens. Der Herr ist die Entfaltung davon, sein Werk
ist die Basis davon und sie ist in Verbindung mit seiner Auferstehung.
Dies ist nun glasklar bewiesen. Er wurde als Sohn Gottes mit Kraft
erklärt, wie durch die Auferstehung aus den Toten. Die
Auferstehung aus den Toten war die große Offenbarung und
Demonstration auf der Seite Gottes, dass der Sohn wirklich das alles
war – Gott sei dank! – was wir jetzt von ihm
kennen. Es war die Manifestation der Kraft, durch welche er durch diese
Welt gegangen ist – fleckenlos, vollkommen und rein
– inmitten einer Szene und eines Volkes, welches sowohl
verdorben war als auch verderbend wirkte. Er war einzigartig in seiner
Fleckenlosigkeit, in seinem heiligen Wandel durch den Geist der
Heiligkeit. Ja, die Auferstehung ist die Demonstration dieser Kraft.
Nun, das ist sehr wichtig, weil es sich sofort mit seiner Person
verbindet. Ich fühl mich unfähig dem Ausdruck zu
geben, wie mein Herz es eigentlich wünscht und wie ich
begehre, dass ihr es verstehen solltet. Aber ich möchte euch
zeigen, welche Wichtigkeit Gott mit der Auferstehung verbindet. Ich
spreche nicht von ihren Früchten, das ist ein leichterer Teil
dieses Gegenstandes, sondern ich spreche von den Tatsachen selbst. Und
ich versichere euch, dass Herz freut sich mehr und mehr jeden Tag in
der Größe der unwandelbaren Tatsachen des
Christentums. Diese Tatsachen sind einfach nicht diskutierbar, man mag
die Konsequenzen in Frage stellen, man mag sagen, ich sehe eigentlich
nicht genau die Schlussfolgerung von dieser Tatsache, ich sehe nicht,
dass ein solches Ergebnis von solch einem Boden kommt. Aber du kannst
die Tatsachen selbst, die Gott berichtet, nicht diskutieren. Du kannst
sie ablehnen, das wirst du zu deinem eigenen Verderben tun, aber
diskutierbar sind sie nicht.
Wir diskutieren sie hier natürlich auch
überhaupt nicht! Hier ist die Tatsache attestiert in der
Gegenwart der Engel, des Teufels, des Himmels, der Feinde Christi - die
nackte ernste Tatsache seiner Auferstehung. Und hier ist der
große Beweis, die große Demonstration dieser
Tatsache, dass er all das war, was in seiner Person bezeugt wurde in
dieser Welt, er war der Sohn Gottes. Er wurde wahrhaftiger Mensch. Und
er wurde erklärt, dass er Sohn Gottes war durch den Geist der
Heiligkeit. Durch die Kraft, die ihn aus den Toten herausnahm und das
bezieht sich auf seine Person. Ich kann die Wichtigkeit dieser Tatsache
euren Seelen nicht größer machen. Das ist der
Charakter der Auferstehung: Die Auferstehung aus toten Menschen heraus.
Dieser Charakter der Auferstehung hat tiefste Wichtigkeit für
uns heute, es war die Auferstehung aus den Toten. Und dies ist das, was
den ganzen Hass und die Feindschaft der Führer der Juden
hervorrief und ich glaube, es würde den Hass und das
Missfallen einer großen Anzahl Christen heutzutage auch
hervorbringen, die zwar die Auferstehung abstrakt noch tolerieren, aber
den Charakter der Auferstehung Christi nicht wollen. Warum? Weil Gott
in dieser Auferstehung eine totale, vollkommen neue Ordnung der Dinge
beginnt und das ist es, wovor die Leute heute zurückschrecken
und das ist verbunden mit dem Charakter. Es gibt nun einmal die
Tatsache der Auferstehung und es gibt den Charakter der Auferstehung.
Die Tatsache ist indiskutabel, der Charakter ist über allen
jeglichen Ausdruck erhaben. Denn dieser Charakter der Auferstehung, die
Auferstehung aus den Toten heraus, ist gekennzeichnet durch Gottes
Gnade und schließt den Gläubigen mit ein. Denn wir
werden mit auferweckt und andere bleiben in ihren Gräbern
liegen. Ich brauche nicht zu sagen, dass die Auferstehung der Heiligen
nach dem Vorbild und dem Charakter der Auferstehung Christi sein wird.
Er ist auferstanden – der
göttliche Sohn
Nun gibt es eine andere Schriftstelle in Johannes
2,18: „Die Juden nun antworteten und sprachen zu ihm: Was
für ein Zeichen zeigst du uns, dass du diese Dinge
tust?“ Er hatte den Tempel gereinigt, das Haus Seines Vaters,
welches sie in ein Kaufhaus verwandelt hatten und bekräftigt
sein Recht, dieses Haus zu reinigen und er wirft alles Verunreinigende
hinaus. Und sofort wird Er von den geschäftemachenden und
verdorbenen Juden mit den Worten herausgefordert: „welches
Zeichen willst du uns zeigen, dass du diese Dinge tust?“ Er
konnte es nicht in irgend einem anderen Charakter tun, außer
als dass Er der Sohn Gottes ist. Denn als der Sohn besaß Er
das Recht und den Eifer, das Haus von aller Verunreinigung zu reinigen.
Und sie fordern ihn sofort heraus: „Welches Zeichen gibst du
uns, dass du dieses tust?“. Und nun achte auf seine Antwort:
Er sprach zu ihnen: „Brechet diesen Tempel ab, das
heißt seinen Leib, und in drei Tagen werde ich ihn
auferwecken“. Dort ist er eine göttliche Person und
dort ist der Beweis – beachte das – die
Göttlichkeit seiner Person, dass er der Sohn Gottes ist.
Genauso wie wir das zuvor in Römer 4, 17 in Verbindung mit der
Auferstehung sahen, finden wir das hier in Johannes 2 wieder: Er hatte
das Recht, den Tempel, das Haus des Vaters zu reinigen –
warum? Er war der Sohn. Was bewies, dass Er der Sohn war? Die
göttliche Kraft, die Ihn, nachdem Er von ihnen
getötet worden war, befähigte, aus den Toten
aufzuerstehen. „Jesus antwortete und sprach zu
ihnen: Brechet diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn
aufrichten. Er aber sprach von dem Tempel seines
Leibes.“ Seine Jünger erinnerten sich daran, als er
aus den Toten auferstanden war und sie verstanden Sein Wort. Er selbst
gibt die Tatsache, dass er auferstehen würde aus Toten als die
große Demonstration davon, dass er eine göttliche
Person war: „Brecht diesen Tempel ab und in drei Tage werde
ich ihn aufrichten“.
Nun, dies wird euch ein wenig die Tatsache
erklären, über die ihr sicherlich schon oft
beeindruckt ward, als ihr die Schrift laset über die
Auferstehung des Herrn Jesus Christus. In der Schrift findet man
häufig, dass gesagt wird, dass er auferstand und in der Tat
wird, nachdem er auferstanden war, das Zeugnis mehrfach gegeben:
„der Herr ist auferstanden“. D.h., die Tatsache der
Auferstehung ist verbunden mit seiner eigenen Person. Wann immer das
Wort Gottes Ihn uns vorstellt in seiner göttlichen
Herrlichkeit, obwohl er Mensch geworden ist, ist doch seine
Auferstehung seine eigene Handlung der Macht. Seine
Göttlichkeit ist der große Startpunkt des Heiligen
Geistes, was das Zeugnis angeht (denn obwohl er Mensch wurde, hat er
niemals aufgehört Gott zu sein, er wurde Mensch, weil er das
nicht zuvor war, er war Gott unterschieden in seiner Person, er war bei
dem Vater Gott gleich, weil er Gott war). Nun, wenn der Geist Gottes
auf seine Göttlichkeit hinweist – seine Gottheit
– obwohl er von seinem Tod redet und von dem, wie er sich als
Mensch erniedrigte, dann stellt er auch immer seine Auferstehung vor
durch seine eigene Kraft. Und deswegen sagt er: „er stand
auf“. Und das Zeugnis von ihm war: „Er ist
auferstanden“.
Ein einzigartiger Morgen
Was für eine Freude im Glauben
zurückzugehen zu diesem ersten Morgen, ein Morgen, der noch
niemals zuvor auf dieser Erde anbrach. Denn niemals hatte es einen Tag
gegeben auf der Erde, wie diesen ersten Auferstehungsmorgen. Und ist es
nicht wie das herauskommen der Sonne nach einer langen dunklen und
traurigen Nacht? Ich kann gut verstehen, wie die Herzen der Seinen in
Angst und Zittern an Ihm hingen, unwissend und schwach - ohne Zweifel.
Und doch hingen sie Ihm an, als einer Person, die sie anzog. Und sie
hingen Ihm an, manchmal ganz entgegen der armen und schwachen
Überzeugungen ihrer eigenen Herzen. Ja, ich kann wohl
verstehen, dass, als die Tatsache von der Auferstehung, sich unter den
Jüngern verbreitete, wie sie dann zueinander gingen an jenem
Morgen und sagten: „der Herr ist wirklich
auferstanden“. Was für ein Gruß, was
für ein Wort, einander an jenem ersten Morgen nach dieser
langen schlimmen Zeit des Winters zu begegnen, um so zu sprechen, ein
Winter der über die ganze Menschenwelt gekommen war mit dieser
langen und monotonen Inschrift, die immer wieder auf jeden
großen Mann in alttestamentlichen Zeiten niedergeschrieben
wurde: „Er starb“. Nicht ein einziger Stern, um die
Schwärze dieses Satzes zu erhellen: „Er
starb“.
Ihr werdet finden, dass im Alten Testament der Tod,
das Begräbnis und die Begräbniszeremonie eine
überaus große Bedeutung haben. Schau die Patriarchen
an. Der Tod war für sie wichtiger als das Leben. Der Tod
brachte sie nach Kanaan. Nun, es war der Glaube der Juden, dass sie
auferweckt werden sollten in Kanaan und deswegen war der Tod weit
wichtiger als das Leben. Das war, weil die Auferstehung noch nicht als
eine offenbare Realität herausgekommen war. Die Auferstehung
war noch nicht ans Licht gebracht worden, sowie der Apostel sagt:
„weder Leben noch Unverderblichkeit waren ans Licht gekommen
vor dem Evangelium“. D. h. nicht das sie nicht existierten,
aber Gott hatte sie nicht herausgebracht. Aber nun können wir
verstehen und unsere Herzen können eingehen in die
Realität dieser Sache. Sie sollten zueinander ausgehen und
sagen: „Der Herr ist wirklich auferstanden“. Und es
ist eine Freude für das Herz, dass sie die Tatsache Seiner
Auferstehung mit der Gnade Seines unveränderten Herzens
verbinden. Denn sie sagen: „und er ist dem Simon
erschienen.“ Der arme Petrus hatte ihn verleugnet, obwohl er
sogar gewarnt worden war. Dieser Mensch hatte seinem eigenen Herzen
vertraut, wie ein Tor. Trotzdem hatte Jesus ihn so gewarnt. Aber doch
war das Herz Jesu unverändert und verbunden mit diesem
gesegneten Zeugnis seiner Auferstehung - es war das Zeugnis
des unveränderlichen Herzen Christi.
Es gibt nichts Größeres, als
diesen Morgen anzuschauen, der jemals über diese
sündige Erde kam, dem Morgen der Auferstehung als das Zeugnis
für die Vollkommenheit der Herrlichkeit seiner Person, sowie
auch der Vollkommenheiten seines Triumphes. Dieser Morgen war ein
Zeugnis, dass sein Herz unverändert und noch dasselbe
geblieben war. Petrus mag Ihn vergessen und verleugnet haben, aber Er
war derselbe. Nichts könnte größer und zu
Herzen gehender für uns sein!
Wiederum habt ihr beobachtet, wie die Schrift immer
zwei Dinge zusammen verbindet und es ist wichtig, die Verbindung, die
Gott zusammenbringt, festzuhalten in unseren Seelen. Und ihr seht, dass
der auferstandene Christus in der Schrift immer verbunden wird mit
solchen, die entschlafen sind. Gesegnet für solche von uns,
die die Leiber ihrer geliebten Freude zu Grabe tragen mussten. Sie
dürfen daran denken, dass die Entschlafenen, die aus ihren
Leibern herausgegangen sind, um bei dem Herrn zu sein, dass sie
verbunden sind mit dem Auferstandenen. Das ist immer so in der Schrift.
Es ist ein auferstandener Christus und solche, die entschlafen sind.
Oh, was für ein Trost für die Trauernden. In was
für eine Gesellschaft werden sie hineingesetzt – ein
auferstandener Christus und solche die entschlafen sind.
Das Werk ist vollbracht
Es gibt noch ein anderes Zeugnis betreffend der
Auferstehung. Und das bringt uns zu Matth. 28. Hier wird uns nicht nur
gezeigt, dass die Herrlichkeit seiner Person aufgerichtet wurde,
sondern es ist auch die öffentliche Offenbarung, dass sein
Werk vollendet ist. Nun wir sollten einen Moment darüber
nachdenken, dass der Herr Jesus in den Tod gegangen ist und sich selbst
dem Urteil des Todes unterworfen hat am Kreuz. Dort hat Er Frieden
gemacht und dort wurde das große Werk beendet, welches den
Frieden auf eine Grundlage gestellt hat, die niemals zerstört
werden kann. Auf dem Kreuz ist die Frage des Friedens des
Gläubigen mit Gott ein für alle Mal geregelt worden.
Und wenn es eine Frage wäre, das jetzt zu klären,
dann würde es keine Hoffnung geben. Denn wenn der Friede
gemacht ist, kann er niemals gemacht werden. Denn Christus wird niemals
erneut kommen, um zu sterben. Er hat Frieden gemacht durch das Blut
seines Kreuzes. Und wenn die Schrift von dem Blut seines Kreuzes
spricht, so ist das der Ausdruck seines eigenen Todes. Die
Fülle dieses Werkes, die Vollständigkeit dieses
Werkes, die völlige Befriedigung Gottes in all dem, was
Christus vollbracht hat. Die vollkommene Befriedigung der Natur Gottes
in all dem, was er Christus gegeben hat und der völlige
Ausdruck der Vollständigkeit dessen, was er Gott gegeben hat.
Alles das wurde proklamiert in der Auferstehung. Seine Auferstehung aus
den Toten war der Beweis von all diesen Dingen. Deswegen findest du all
diesen Widerstand, sowohl von den Juden als auch von Satan. Alle, die
sich dieser Wahrheit widersetzten, verbanden sich miteinander
dagegen.
Das erste, was wir nun in Matthäus 28
sehen ist, dass der erste Vers nicht verbunden ist mit dem zweiten. Sie
folgen überhaupt nicht aufeinander. Es ist so gesegnet und
tröstend für unsere Herzen, das zu bemerken. In
Matthäus 28,1 lesen wir: „am Ende des Sabbats als
die Dämmerung des ersten Wochentages kam.“ Die
Tatsache ist, es war die Dämmerung des jüdischen
Sabbats. Der jüdische Sabbat ließ sozusagen den
letzten Sand durch das Stundenglas rinnen. Es war nicht der erste Tag
der Woche, es war das Ende des Sabbats, das Zwielicht des Sabbats. In
dem vorigen Kapitel findet ihr die Frauen, wie sie nach dem Grab
schauen. Joseph nahm den Leib mit Erlaubnis des Pilatus ab und legte
ihn in sein eigenes Grab, welches niemals die Verwesung eines Menschen
gesehen hatte. Ein gesegnetes Zeugnis für die Vollkommenheit
jener Person, dessen Leib in das Grab gelegt wurde. Das Grab hatte
niemals das Verderben des Menschen beerdigt und das war der Ort, der
zubereitet war für jenen fleckenlosen Leib Jesu. Maria
Magdalene und die andere Maria, d.h. die Frau des Kleopas,
saßen gegenüber dem Grab, sie sahen es und die
Zuneigungen ihrer Herzen zu Jesus hielt sie dort. Ihre Augen, ihre
Herzen all ihr Interesse und ihre Kräfte wurden dahin gezogen,
wo sie jene gestorbene Person sahen.
In Matthäus 28,1 besuchen sie das Grab
wieder. Der Sabbat hatte fast seinen Lauf vollendet, es war die
Dämmerung des Samstages, es war noch nicht der frühe
Morgen des ersten Tages der Woche. Es war nicht der Morgen des 8.
Tages, des Auferstehungstages, sondern das Zwielicht des Samstages. Es
ist sehr interessant und äußerst wertvoll
für unsere Herzen, weil es die Liebe und Hingabe ihrer Herzen
zu Jesus zeigt. Sie kommen wieder im Dunkeln und sie sehen, wie die
Gebeine hineingelegt werden. Sie konnte nicht fernbleiben. Es ist
schwer für ein Herz, da fern zu bleiben. Es ist der Ort, wo
der Gegenstand des Herzens ist. Das Herz war dort. Deswegen werden die
Füße dort gefunden, denn die Füße
folgen dem Herzen. Sie kamen, aber sonst hatten sie nichts. Der
nächste Vers steht nun, wie gesagt, überhaupt nicht
damit in Verbindung. Hier ist es das Einschreiten Gottes, um die
Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, die stattgefunden hatte.
Aber die Frauen sahen das nicht, die Jünger sahen das nicht,
niemand sah es, außer den Soldaten und der Wache. Dies alles
geschah, Gott sagt nicht wann, einige Zeit nachdem Jesus auferstanden
war. Nicht, um das Grab zu öffnen und den Herrn der
Herrlichkeit hinauszulassen – fern sei solch ein Gedanke
– denn Jesus war auferstanden und er ist durch seine eigene
Kraft, sowie auch durch die Kraft Gottes aus dem Grab herausgekommen.
Als er auferstanden war, siehe da war ein großes Erdbeben,
denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab und rollte den Stein von
der Öffnung und setzte sich darauf. Jesus war aus dem Grabe
auferstanden und um nun die Aufmerksamkeit auf diese große
Tatsache seiner Auferstehung zu lenken findet das Erdbeben statt und es
erscheint der Engel. Das war doch nicht zu übersehen, oder?
Gott möchte deutlich machen, dass Er eingeschritten war und
den Sohn des Menschen aus dem Tod herausgenommen hatte, aber dass auch
der Christus Selbst in eigener Macht auferstanden war. Denn beide
Seiten sind in der Auferstehung enthalten.
Der versiegelte Stein und die bestellte Wache
konnten Ihn nicht halten. Der Siegel des Steines hatte eine Inschrift
darauf, ich nehme an die des Cäsars. Wahrscheinlich war der
Kopf des Königs auf dem Siegel um zu sagen: Das kann nicht
geändert werden. Wer würde es wagen jenen Stein zu
berühren? Kein Mensch konnte es, er müsse es sonst
mit dem Tod bezahlen. Aber der Herr triumphierte über das
Grab. Gott, der im Himmel sitzt, lacht (Ps 2,4) über diese
naiven und kindlichen Versuche auf der Seite des Menschen. Der Engel
kommt hernieder und in der Würde des Triumphes sitzt er auf
dem Stein, der beiseite gerollt war und brachte das Urteil des Todes
auf die Wächter des Grabes. Die Wächter zittern, denn
sein Angesicht war wie ein Blitz und seine Kleidung weiß wie
Schnee. Die Hüter sind geschockt und sie waren wie
Tote.
Fürchtet euch nicht!
In Matthäus 28,5 finden wir die lieben
Frauen erneut. Sie kommen jetzt wieder und wenn sie jetzt kommen, wie
ganz anders sieht es nun aus. Diese Worte sind hier ganz besonders
wertvoll in Verbindung mit der Auferstehung. Der Engel sagt:
„Fürchtet euch nicht!“ Gerade das ist die
Tatsache, die Gott mit der Auferstehung verbindet. Die Furcht ist
vorbei, hinweg getan, der Grund dafür ist weggenommen
– „Fürchtet euch nicht!“. Es ist
gerade das Zeugnis, das der Geist Gottes bringt, um die Furcht aus
unseren Herzen zu vertreiben und alle Missempfindungen zu verbannen.
Ich weiß, dass ihr Jesus sucht, der gekreuzigt war. Ich
weiß, wo die Zuneigung eurer Herzen sind. Ich weiß,
nach wem ihr Ausschau haltet. Ihr habt keinen Grund, Angst zu haben.
Ihr suchet Jesum der gekreuzigt war, er ist nicht hier, denn er ist
auferstanden, wie er gesagt, kommt seht den Ort, wo der Herr gelegen
hat. Was für ein Zeugnis! Denk an den Trost, der damit
verbunden ist! Denk an das Vertreiben der Furcht! Denk an die
Versicherung für ihre Herzen! Denk, dass dieses
Lösegeld bezahlt war, dass die Gerechtigkeit befriedigt war,
dass der Gläubige frei war! Jede Furcht, jedes Missempfinden,
jede Frage, die Satan erhebt, um arme Herzen damit zu
betrüben, alles war gestillt und für immer erledigt:
„Er ist auferstanden“, das war das Zeugnis.
„Ihr suchet Jesum, der gekreuzigt war“.
Sie sprechen jetzt nicht von ihm als gekreuzigt, er war
gekreuzigt.
Er war
gekreuzigt und ist nun auferstanden
Wie viele Menschen gibt es, die von dieser
großartigen Tatsache mit ihren Herzen meilenweit entfernt
sind. Sie tragen ein Kruzifix und was ist das anderes, als eine
Verleugnung der großen Wahrheit des Evangeliums. Fragst du
warum? Weil es das präsentiert, was jetzt nicht wahr ist!
Christus ist auferstanden, das ist die Wahrheit, er war
gekreuzigt. Aber noch mehr als das. Das Kruzifix präsentiert
das Instrument der Schande und der Qual, auf welchen die Welt, die Ihn
hasste, Ihn angenagelt hat. Das Kreuz ist das Zeugnis des Hasses der
Welt gegen den Christus Gottes und es war das Folterinstrument der
Römer. Was ist die Wahrheit, die unsere Herzen
erfüllen sollte? Der Auferstandene, der gekreuzigt war.
Dank sei Gott – Er ist weder am Kreuz noch im Grab - dank sei
Gott – Er war auf dem Kreuz und Er war im Grab –
dank sei Gott – Er ist dort nun nicht mehr, sondern Er ist
auferstanden, Er ist auf dem Thron des Vaters. Und das ist der Grund,
warum ich das Matthäus Evangelium gelesen habe. Ich habe
bewusst von den anderen Evangelien Abstand genommen, die dann noch von
seiner Himmelfahrt reden. Das Matthäusevangelium stellt uns
die Auferstehung ganz separat dar und zeigt uns Ihn als auferstanden in
Verbindung mit den Armen der Herde. Wir wissen, dass Er erhoben und zur
Rechten Gottes erhöht ist. Aber hier finden wir das Zeugnis
seiner Auferstehung. Ich fasse nun all die Zeugnisse für einen
Moment zusammen, die damit verbunden sind:
Als erstes zeigt es das intervenieren Gottes in
göttlicher Kraft. Zweitens gibt es den Beginn für die
Proklamation einer wunderbaren neuen Ordnung der Dinge, die mit dem
Christentum beginnen sollte und drittens war es ein großes
Zeugnis Gottes für die Herrlichkeit der Person seines Sohnes,
diesen verherrlichten Menschen aus dem Tode zu nehmen und Ihm als
Menschen ein neuen Platz zu geben auf den er sicherlich ein Recht hatte
aufgrund der Herrlichkeit seiner Person. Diesen neuen Platz nahm Er als
Mensch ein, der das Werk vollendet hatte, welches Gott Ihm gab. Die
Zeit würde fehlen, die ganze Größe all der
Wahrheiten vorzustellen, die in Verbindung stehen mit dem wunderbaren
Einschreiten Gottes. Es ist das Aufrichten der großen
fundamentalen Wahrheit der Auferstehung, die so eng verbunden ist mit
dem Tod Christi. Mit der feierlichen Verkündigung:
„Er ist auferstanden“ wird zugleich die
Vollkommenheit seines Werkes proklamiert. Gibt es hier eine Seele, die
Zweifel hat oder Ängste oder Missempfindungen? Hast du einen
Zweifel? Ich weiß, dass Leute sagen: Ich denke mehr an den
Herrn Jesus am Kreuz. Lass mich dir dies sagen, wenn du über
das Schauen auf den Herrn Jesus am Kreuz redest, dann schaust du
dorthin, wo er nicht ist. Wie kannst du ihn dort sehen, wo er nicht
ist? Wenn du mir sagst: Ich schaue zurück im Glauben, verstehe
ich das, das ist einfach genug, ich schaue im Glauben zurück
und erinnere mich daran, dass er am Kreuz war. Aber du kannst nicht im
Glauben zurückschauen und ihn auf dem Kreuz sehen. Du kannst
wohl im Glauben zurückschauen und sehen, was er getragen hatte
und was er war und was er erduldete am Kreuz. Möchtest du ihn
sehen? Dann musst du aufschauen, um ihn lebendig zu sehen. Er war tot
und ist lebendig; er ist auferstanden. Ich sehe ihn an diesem neuen
Platz als Menschen, siegreich als triumphierenden Menschen. Die ganze
Macht des Todes und des Satans ist gebrochen, die ganze Macht des
Feindes ist in Stücke geschlagen durch den mächtigen
Sieg, den er errungen hat. Jede feindliche Macht ist
niedergeschmettert. Über jeden Feind, der jemals triumphiert
hatte, wurde der Triumph gehalten in Seinem Tod und Seiner Auferstehung
durch Ihn.
Hast du noch
Zweifel?
Was für eine Angst kannst du jetzt noch
haben? Wovor? Vielleicht rede ich jetzt zu einem Christen, der
Heilsungewißheit hat, zu einem, der nicht gegründet
ist in der Wahrheit des Evangeliums. Einer, der sagt, ich habe Angst
vor dem Tod. Schau hier: Er war in dem Tod aller Tode, „auf
dass er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat,
das ist den Teufel, und alle die befreite, welche durch
Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen
waren.“ Der Tod ist für immer besiegt, der
Tod hat seinen Stachel verloren, der Tod ist seines Sieges beraubt,
seine Kraft ist gebrochen. Du brauchst keine Angst mehr haben vor dem
Tod. Sünde? Er kam, um die Sünden seines Volkes zu
tragen. Er hat sie getragen. Dank sei Gott! Wie schwach du auch sein
magst, aber du gehörst Christus an und ich kann dir sagen:
alle deine Sünden wurden durch Gott auf jene Person am Kreuz
gelegt. Vielleicht hast du das Lied gesungen: Ich lege meine
Sünden auf Jesus. Ach, nein, du kannst nicht deine
Sünden auf Jesus legen. Gott hat sie auf ihn gelegt. Gott, der
sie kannte, der Gott, gegen den du gesündigt hast, dieser
Gott, gegen dessen heiligen und gerechten Charakter diese
Sünden ein Angriff waren, dieser Gott hat alle deine
Sünden auf diese vollkommene Person gelegt und er hat ihn
triumphierend auferweckt - ohne diese Sünden. Gott
verließ ihn als Mensch am Kreuz als er die Sünden
trug. Aber er ist triumphierend auferstanden ohne deine
Sünden. Was für ein Trost! Dank sei Gott, unsere
Sünden sind alle weg, der Tod ist vorbei. Ich erinnere mich,
dass ich selber Angst vor dem Tod hatte. Ich wusste, ich würde
nicht in die Hölle kommen. Ich wusste, meine Sünden
waren vergeben, aber ich hatte Angst vor dem Tod. Eine Leiche mochte
ich nicht gerne sehen. In die Gegenwart des Todes wollte ich nicht
gerne kommen, der Tod machte mich fürchtend, ich hatte Angst
davor. Warum? Weil ich nicht die Größe des Triumphes
Christi über den Tod gesehen hatte. Nun, Gott sei Dank, du
kannst das sehen, du kannst dich daran freuen. Du kannst den
Siegesgesang aufnehmen, du kannst deinen Fuß stellen auf die
unwandelbare Plattform, die gesichert ist durch seinen Tod und seine
Auferstehung. Und du kannst sagen unter dem Schatten des Sieges
Christi, dass der Sieg durch ihn allein gewonnen ist, aber für
uns, du kannst deine Stimme erheben und sagen: Oh Tod, wo ist dein
Stachel, oh Grab, wo ist dein Sieg! Das ist es, was ich gelesen habe in
Verbindung mit der Auferstehung des Herrn Jesus Christus. Der Herr
gebe, dass jedes Herz hier durch den Glauben in der einfachsten Weise
auf die Auferstehung schaut, als eine Tatsache und nun dadurch den
Trost und die Erquickung seiner Seele findet heute und für
immer durch Jesus Christus.
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Mit
dieser Homepage
möchten wir Ihnen Hilfen und Anregungen bei Ihrer Suche nach
Gott geben und den Weg zum ewigen Heil aufzeigen.
Auferstehung
und Himmelfahrt
So steht geschrieben, und so musste der Chrfistus
leiden
und am dritten Tag auferstehen aus den Toten, und in seinem Namen
Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen
Nationen, anfangend von Jerusalem.
Lukas 24,46.47
Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn sichtbar werden
lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor
erwählen
Zeugen.
Apostelgeschichte 10, 40.41
Nach seinem Leiden hat er sich in vielen sicheren Kennzeichen lebendig
dargestellt, indem er vierzig Tage hindurch von ihnen gesehen wurde und
über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen.
Apostelgeschichte 1, 3.9.
Und als er dies gesagt hatte, wurde er emporgehoben, indem sie es
sahen, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
Aposelgeschichte 1,9
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott
ist
offenbart worden im Fleisch, ist gerechtfertigt im Geist, gesehen von
den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt,
aufgenommen in Herrlichkeit.
1. Timotheus 3,16
Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der
Entschlafenen; denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch
durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
Denn wie in dem Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle
lebendig gemacht werden.
1. Korinther 15,20-22
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